Arm-Aktie steigt 6%: CEO nennt 15-Milliarden-Dollar-Ziel für neuen Chip
Arm Holdings begeistert Anleger mit ambitionierten Umsatzzielen für den ersten hauseigenen Chip – Meta ist bereits als Erstkunde an Bord.

Die Aktie von Arm Holdings legte am Dienstag im nachbörslichen Handel um rund 6% zu. Auslöser war eine Präsentation von CEO Rene Haas in San Francisco, bei der er für das Jahr 2031 Umsatzerwartungen von 15 Milliarden US-Dollar für den neuen hauseigenen Chip ankündigte. Damit würde Arm seinen Umsatz gegenüber dem Jahr 2025 mehr als versechsfachen.
Haas stellte auf der Veranstaltung in San Francisco den ersten selbst entwickelten Chip des britischen Halbleiterdesigners vor. Als ersten Kunden konnte Arm den Tech-Konzern Meta gewinnen – ein starkes Signal für die kommerzielle Relevanz des neuen Produkts. CNBC hatte Anfang März exklusiven Zugang zum Chip sowie zum eigens dafür errichteten Labor in Austin, Texas, erhalten.
Der reguläre Handelstag verlief für Arm-Aktionäre noch weniger erfreulich: Zum Börsenschluss am Dienstag notierte das Papier rund 1,5% im Minus, bevor die Nachbörsenmeldungen die Stimmung drehten. Die starke Kursreaktion nach Handelsschluss zeigt, wie groß die Erwartungen des Marktes an die neue Chip-Strategie sind.
Strategischer Kurswechsel für Arm Holdings
Arm ist bislang vor allem als Lizenzgeber für Chip-Architekturen bekannt – Kunden wie Apple, Qualcomm und Samsung nutzen Arm-Designs für ihre eigenen Prozessoren. Mit dem Einstieg in die eigene Chip-Fertigung betritt das Unternehmen neues Terrain und könnte damit in direkten Wettbewerb mit seinen bisherigen Lizenznehmern treten.
Für deutsche Anleger ist Arm an der US-Technologiebörse Nasdaq unter dem Kürzel ARM handelbar. Das Unternehmen ging im September 2023 in einem der größten Börsengänge des Jahres an die Nasdaq und ist mehrheitlich im Besitz des japanischen SoftBank-Konzerns. Die ambitionierten Umsatzziele bis 2031 dürften die Bewertungsdiskussion rund um die Aktie neu entfachen.
