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Apple unter Druck durch Trumps Zollpolitik

Gewinnrückgang, Konkurrenz aus China und Buffetts Teilrückzug belasten den Tech-Riesen zusätzlich

2 Min
 Apple unter Druck durch Trumps Zollpolitik

Apple war lange Zeit ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Verbindung von kalifornischem Design und globaler Produktion. Mit einem Geschäftsmodell, das auf der Fertigung in China und dem Verkauf in hochpreisigen Märkten basiert, erzielte das Unternehmen Rekordgewinne. In den vergangenen vier Jahren lag der Nettogewinn jeweils über 90 Milliarden Dollar, bei einer bemerkenswerten Gewinnmarge von rund 25 Prozent. Doch dieses Erfolgsmodell steht zunehmend unter Druck – insbesondere durch neue protektionistische Maßnahmen seitens der US-Regierung.

Die jüngsten Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump lösten erhebliche Kursverluste bei Apple aus. Binnen eines Tages verlor das Unternehmen über 300 Milliarden Dollar an Börsenwert – der zweithöchste Verlust in der Geschichte der US-Börse. Auch wenn sich die Apple-Aktie nach einer zeitweisen Ausnahme von den Zöllen kurzfristig erholen konnte, bleibt die Unsicherheit bestehen. Die Ausnahmegenehmigungen gelten nur vorübergehend und könnten jederzeit wieder zurückgenommen werden. In Frankfurt stieg der Kurs der Aktie am Montagmorgen zwar um fünf Prozent, doch seit Ende 2024 verzeichnet sie insgesamt deutliche Verluste.

Langfristige Produktionsverlagerungen in Länder wie Indien sind für Apple zwar eine Option, aber mit hohen Kosten und langen Vorlaufzeiten verbunden. Zudem könnten auch neue Standorte von zukünftigen Zöllen betroffen sein. Der Absatz leidet bereits: In China ging der Smartphone-Verkauf im letzten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zurück. Gleichzeitig konnte der chinesische Konkurrent Xiaomi seine Verkaufszahlen in diesem Zeitraum um 29 Prozent steigern. Xiaomi beeindruckt zusätzlich mit einem erfolgreichen Einstieg in den Automarkt, während Apple sein eigenes Autoprojekt eingestellt hat.

Auch intern offenbaren sich Schwächen: Apple investiert seit Jahren weniger in Forschung und Entwicklung. Die Investitionsausgaben sanken von elf Milliarden Dollar vor zehn Jahren auf zuletzt neun Milliarden Dollar. Zum Vergleich: <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft investierte im selben Zeitraum 44 Milliarden Dollar. In strategisch wichtigen Bereichen wie der künstlichen Intelligenz fehlt Apple bislang ein überzeugender Ansatz. Der hauseigene Sprachassistent Siri gilt als technologisch rückständig.

Trotz stagnierenden Wachstums ist die Apple-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26 noch immer hoch bewertet. Analysten prognostizieren lediglich einstellige Wachstumsraten. Die Erwartungen könnten sich weiter eintrüben, sollte es nicht zu einer politischen Entspannung zwischen den USA und China kommen. Auch der Rückzug von Warren Buffett, der sich von einem Großteil seiner Apple-Beteiligung trennte, nährt Zweifel an der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens.

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