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Apple integriert Alibabas KI Qwen in Mac für China

Mac-Nutzer auf dem chinesischen Festland können Alibabas KI-Dienst Qwen künftig direkt mit Siri und Writing Tools verbinden.

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Apple integriert Alibabas KI Qwen in Mac für China

Apple hat einen aktualisierten Leitfaden veröffentlicht, der erklärt, wie berechtigte Mac-Nutzer auf dem chinesischen Festland den KI-Dienst Qwen von Alibaba mit Siri und der Funktion „Writing Tools" verknüpfen können. Die Integration ermöglicht es Nutzern, über Siri detailliertere Antworten zu erhalten – einschließlich der Analyse von Fotos und Dokumenten. Auch die „Writing Tools" können den Dienst nutzen, um Texte oder Bilder aus einer Beschreibung zu erstellen.

Qwen ist die Familie generativer KI-Modelle des chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba. Die Modelle können Texte und Bilder erstellen sowie Dokumente, Fotos und anderes Material als Reaktion auf Nutzeranfragen analysieren. Alibaba hat diese Woche zudem Qwen3.8-Max veröffentlicht – ein Modell mit 2,4 Billionen Parametern, das laut Unternehmen das bisher leistungsfähigste ist. Apples Leitfaden gibt allerdings nicht an, welches Qwen-Modell die Mac-Erweiterung konkret antreiben wird.

Die Erweiterung ist für Macs mit macOS 26.6 oder neuer vorgesehen und unterliegt chinaspezifischen Bedingungen. Nutzer müssen die Funktion aktiv einschalten und sich bei einem Qwen-Konto anmelden. Laut dem Leitfaden darf Alibaba die dabei übermittelten Materialien nicht zum Trainieren oder Verbessern seiner Modelle verwenden – ein wichtiger Datenschutzaspekt für Apple-Nutzer.

Marktdruck durch Lenovo und Huawei

Der Hintergrund dieser Partnerschaft ist der wachsende Wettbewerbsdruck auf dem chinesischen Markt. Die Mac-Auslieferungen auf dem chinesischen Festland fielen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 9 Prozent auf rund 800.000 Einheiten. Der Marktanteil lag laut dem Marktforschungsunternehmen Omdia bei lediglich 9 Prozent – während Lenovo mit 31 Prozent klar dominiert und Huawei mit 16 Prozent stark wächst.

Inländische Hersteller haben dabei gezielt auf lokal entwickelte KI-Funktionen gesetzt. Lenovo hat seinen persönlichen KI-Agenten „Tianxi" ins Zentrum seiner KI-PC-Strategie gerückt. Huawei wiederum baut KI-Funktionen über sein gesamtes HarmonyOS-Ökosystem hinweg aus. Apple geriet dadurch in China zunehmend unter Druck, eigene wettbewerbsfähige KI-Angebote für den lokalen Markt bereitzustellen.

Strategischer Nutzen für beide Seiten

Die Kooperation bietet beiden Unternehmen klare Vorteile. Für Apple bedeutet die Verknüpfung von Qwen mit Siri und den „Writing Tools" einen lokal konformen Weg, leistungsfähigere Funktionen für Dokumente, Bilder und die Inhaltserstellung anzubieten – und das, während die Kontrolle über die Mac-Benutzeroberfläche erhalten bleibt. Für Alibaba wiederum könnte die Integration in Apples integrierte Software die Reichweite von Qwen deutlich über die eigenen Anwendungen und Cloud-Dienste hinaus vergrößern.

Alibaba hat erklärt, dass Qwen in China in „Apple Intelligence" für iPhone, iPad, Mac und Vision Pro integriert werden soll. Apples neu veröffentlichter Leitfaden deckt bislang jedoch ausschließlich Macs ab. Es bleibt abzuwarten, wann und in welcher Form die Integration auf weitere Apple-Geräte ausgeweitet wird.

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