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American Battery Technology gewinnt Berufung: 115-Millionen-Dollar-Förderung wiederhergestellt

Nach erfolgreichem Einspruch beim US-Energieministerium erhält das Lithiumprojekt in Nevada seine volle Förderung zurück.

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American Battery Technology gewinnt Berufung: 115-Millionen-Dollar-Förderung wiederhergestellt

American Battery Technology Company (ABTC) hat einen wichtigen Sieg im Streit mit dem US-Energieministerium (DoE) errungen. Das Unternehmen gewann sein Berufungsverfahren und erhält die wettbewerbsorientierte Förderzusage über 115 Millionen US-Dollar für sein Tonopah Flats Lithium-Projekt (TFLP) in Nevada vollständig zurück. Die Förderung wird ohne Änderungen an den bewilligten Mitteln oder den technischen und kommerziellen Meilensteinen wiederhergestellt.

Das TFLP ist auf den Bau der ersten Phase einer kommerziellen Lithium-Raffinerie ausgerichtet. Die geplante Anfangskapazität beträgt 5.000 Tonnen pro Jahr an batterietauglichem Lithiumhydroxid – einem Schlüsselrohstoff für die Elektromobilität und Energiespeicherung. Lediglich der vertraglich vereinbarte Projektzeitplan wurde angepasst, um die Dauer des Prüfverfahrens zu berücksichtigen.

„Wir sind stolz auf unsere langjährige Partnerschaft mit dem US-Energieministerium und dankbar, dass es nach einer strengen Due-Diligence-Prüfung zu dem Schluss gekommen ist, dass dieses Lithium-Raffinerieprojekt für kritische Mineralien alle bisher vertraglich vereinbarten technischen und kommerziellen Meilensteine erreicht hat", erklärte Ryan Melsert, CEO von American Battery Technology Company.

Hintergrund: Massenkündigung von DoE-Förderungen

Im Oktober 2025 wurde ABTC darüber informiert, dass seine Förderung zusammen mit Hunderten anderer DoE-Zuschüsse beendet wird. Das Unternehmen reagierte umgehend: Bereits am 10. Oktober 2025 – einen Tag nach der Kündigung – reichte es Widerspruch ein und leitete das informelle Streitbeilegungsverfahren (IDR) mit dem DoE ein. In den folgenden Monaten unterzogen beide Seiten die Projektleistung einer Reihe technischer und kommerzieller Prüfungen, die im Dezember 2025 in einer abschließenden IDR-Prüfungssitzung gipfelten.

Das DoE teilte dem Unternehmen anschließend schriftlich mit: „Das Ministerium ist nach einer gründlichen Prüfung aller eingereichten Unterlagen, einschließlich Ihres Antrags auf Neubewertung, zu dem Schluss gekommen, dass die Rücknahme der Kündigungsmitteilung und die Fortsetzung des Projekts gerechtfertigt sind." Melsert betonte die Seltenheit dieses Erfolgs: „Von den Hunderten von DoE-Förderungen, die im vergangenen Herbst beendet wurden, konnten nur sehr wenige erfolgreich gegen die Entscheidungen Einspruch einlegen und ihre Verträge wiederherstellen lassen."

Projekt mit parteiübergreifender Unterstützung

Das TFLP blickt auf eine bemerkenswerte politische Geschichte zurück. Die ursprüngliche Förderung für die Laborentwicklung und den Bau einer Demonstrationsanlage wurde während der ersten Trump-Administration durch das Advanced Materials and Manufacturing Technologies Office des DoE gewährt. Die aktuelle 115-Millionen-Dollar-Förderung für den kommerziellen Ausbau folgte unter der Biden-Administration über das Manufacturing Energy Supply Chain Office. Nun wurde das Projekt nach einer strengen Prüfung unter der zweiten Trump-Administration wiederhergestellt – ein seltenes Beispiel für parteiübergreifende Kontinuität in der US-Rohstoffpolitik.

Die ursprüngliche Auswahl für die fünfjährige DoE-Förderung erfolgte im Oktober 2022. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben die ersten zwei Jahre der vertraglich vereinbarten Förderung erfolgreich abgeschlossen. Im Juni 2025 wurde das TFLP zudem vom National Energy Dominance Council des Weißen Hauses und dem FAST-41 Permitting Council als Prioritätsprojekt für kritische Mineralien für ein rationalisiertes und beschleunigtes staatliches Genehmigungsverfahren ausgewählt.

Strategische Bedeutung für die US-Energiepolitik

Lithiumhydroxid gilt als kritischer Rohstoff für die Batterieproduktion und damit für die Energiewende sowie die nationale Versorgungssicherheit der USA. Die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten – insbesondere aus China – steht seit Jahren im Fokus der amerikanischen Industriepolitik. Projekte wie das TFLP sollen helfen, eine heimische Lieferkette für kritische Mineralien aufzubauen.

Melsert unterstrich die nationale Bedeutung des Vorhabens: „Es ist von entscheidender Bedeutung, diese kommerziellen Anlagen zu implementieren und zu skalieren, um die nationale Sicherheit der USA zu unterstützen und ihre Energiedominanz zu ermöglichen." Mit der wiederhergestellten Förderung kann ABTC nun den Bau der ersten kommerziellen Phase seiner Lithium-Raffinerie in Nevada vorantreiben.

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