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Amazon vs. Microsoft: Welcher KI-Cloud-Gigant ist der bessere Kauf?

Ein Vergleich der zwei größten Cloud-Konzerne zeigt, welches Unternehmen bei KI-Wachstum und Bewertung die Nase vorn hat.

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Amazon vs. Microsoft: Welcher KI-Cloud-Gigant ist der bessere Kauf?

Amazon (AMZN) und Microsoft (MSFT) zählen zu den bedeutendsten Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Beide Konzerne verfolgen eine ähnliche Strategie: Sie integrieren KI in ihre eigenen Produkte, setzen dabei jedoch auf Modelle externer Anbieter statt auf selbst entwickelte Systeme. Zudem profitieren beide von einem florierenden Cloud-Computing-Geschäft, das durch steigende KI-Workloads zusätzlichen Rückenwind erhält.

Als viert- und fünftgrößte Unternehmen der Welt sind Amazon und Microsoft für viele Anleger ein zentrales Thema. Doch welches der beiden ist derzeit der bessere Kauf? Ein genauer Blick auf Geschäftsmodell, Wachstum und Bewertung liefert aufschlussreiche Antworten.

Breites Geschäftsmodell bei beiden Konzernen

Microsoft ist in zahlreichen Bereichen tätig – von Produktivitätssoftware für Unternehmen über Gaming-Hardware und -Software bis hin zu Cloud-Computing. Das Unternehmen hat viele seiner Märkte fest im Griff und verfügt über eine enorme Kundenbasis, die selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kaum auf Microsoft-Produkte verzichten kann. Das macht die Aktie zu einem vergleichsweise sicheren Investment.

Amazon steht dem in nichts nach: Das Handelsgeschäft des Konzerns ist zur beliebtesten Anlaufstelle für Online-Shopping geworden, mit unzähligen treuen Kunden, die seine Dienste täglich nutzen. Beide Unternehmen investieren zudem Hunderte Milliarden US-Dollar, um ihre Cloud-Kapazitäten auszubauen und die wachsende Nachfrage zu bedienen. In der Kategorie Geschäftsmodell ist das Ergebnis ein Unentschieden – keines der beiden Unternehmen hat hier einen klaren Vorteil.

Amazon beschleunigt sein Wachstum deutlich

Beim Umsatzwachstum lag Microsoft lange Zeit vor Amazon – doch das hat sich zuletzt geändert. Der entscheidende Treiber ist Amazon Web Services (AWS): Im dritten Quartal erzielte die Cloud-Sparte ein Wachstum von 37 Prozent im Jahresvergleich. Das ist eine deutliche Beschleunigung gegenüber den rund 20 Prozent Wachstum, die AWS über mehrere Jahre hinweg verzeichnet hatte.

Angesichts der Tatsache, dass die KI-Ausgaben und das daraus resultierende Cloud-Wachstum erst am Anfang stehen, könnte Amazon diesen Vorsprung künftig sogar ausbauen. Auch beim Wachstum des Betriebsgewinns setzt sich Amazon zunehmend ab – ein Effekt, der vor allem auf das margenstärkere Profil des Cloud-Geschäfts im Vergleich zum klassischen Handelsgeschäft zurückzuführen ist.

Beide Unternehmen halten bedeutende Beteiligungen an privaten KI-Firmen: Microsoft ist stark in OpenAI investiert, Amazon in Anthropic. Da diese Beteiligungen die Nettogewinnzahlen verzerren können, ist der Betriebsgewinn die aussagekräftigere Kennzahl für den direkten Vergleich. Und hier gewinnt Amazon klar.

Bewertung: Microsoft günstiger – aber Amazon attraktiver

Bei der Bewertung anhand des operativen Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) erscheint Microsoft auf den ersten Blick günstiger. Das ist jedoch nachvollziehbar, da Amazons höhere Wachstumsrate einen Bewertungsaufschlag rechtfertigt.

Betrachtet man hingegen das Forward-KGV – also die Bewertung auf Basis der erwarteten zukünftigen Gewinne – dreht sich das Bild: Amazon erscheint aus dieser Perspektive sogar günstiger als Microsoft. Die überlegene Gewinnwachstumsrate des Konzerns sorgt dafür, dass Amazon auch in der Bewertungskategorie die Nase vorn hat.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Anleger ihre Microsoft-Aktien verkaufen sollten. Microsoft bleibt ein starkes Investment mit erheblichem Aufwärtspotenzial. Da AWS jedoch deutlich schneller wachsen dürfte als in der Vergangenheit, scheint Amazon kurzfristig das größere Potenzial zu bieten – und geht damit als Gesamtsieger aus diesem Vergleich hervor.

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