Amazon investiert 100 Millionen Dollar in neue Robotik-Fabrik in Indiana
Der Online-Riese baut sein viertes Roboterwerk in Greenwood und verdoppelt damit die Zahl seiner Produktionsstandorte.

Amazon.com will mehr als 100 Millionen Dollar in eine neue Produktionsstätte für Robotik in Greenwood im US-Bundesstaat Indiana investieren. Die Anlage soll bis 2028 eröffnet werden. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf entsprechende Angaben des Unternehmens.
Mit dem neuen Standort entsteht das vierte Werk von Amazon zur Herstellung von Robotern. Erst im vergangenen Monat hatte der Konzern Pläne für ein weiteres Robotik-Zentrum in Austin, Texas, angekündigt. Beide neuen Standorte zusammen werden die Anzahl der roboterproduzierenden Werke von Amazon verdoppeln.
Seit Kiva-Übernahme 2012 wächst das Robotikgeschäft
Amazon hat seine Robotikaktivitäten seit dem Erwerb von Kiva Systems für 775 Millionen Dollar im Jahr 2012 kontinuierlich ausgeweitet. In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen nach eigenen Angaben über eine Million Roboter eingesetzt, um Pakete in seinen Lagerhäusern zu sortieren, zu heben und zu bewegen.
Das Unternehmen gibt an, dass seine Investitionen in die Robotik hochbezahlte, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und die Rate der meldepflichtigen Arbeitsunfälle um mehr als 40 Prozent reduziert haben. Die Technologie dient demnach sowohl der Effizienzsteigerung als auch der Sicherheit am Arbeitsplatz.
„Wir haben in den letzten zehn Jahren über eine Million Roboter eingesetzt, und in dieser Zeit haben wir Hunderttausende von Mitarbeitern eingestellt, die gemeinsam mit diesen Robotern arbeiten“, sagte Holly Sullivan, Vizepräsidentin für weltweite wirtschaftliche Entwicklung bei Amazon. Die Aussage ordnet die Robotikinvestitionen ausdrücklich in den Kontext von Beschäftigungswachstum ein.
Bedeutung für den Standortwettbewerb
Für den US-Bundesstaat Indiana ist die Ansiedlung ein wirtschaftlicher Zugewinn. Der Standort Greenwood profitiert von einer Investition im dreistelligen Millionenbereich, die bis 2028 Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten schaffen soll. Amazon setzt damit seine Strategie fort, die Fertigung von Robotern stärker in eigene Standorte zu verlagern.
Für deutsche Anleger ist die Nachricht vor allem vor dem Hintergrund der langfristigen Margenentwicklung interessant. Amazon gilt als einer der größten Automatisierer im Einzelhandel und in der Logistik. Die kontinuierlichen Investitionen in Robotik wirken sich auf die Kostenstruktur des Konzerns aus, da Automatisierung langfristig die Abhängigkeit von manuellen Tätigkeiten reduzieren kann.
Der Wettbewerb um Automatisierungslösungen in der Logistik ist intensiv. Amazon gehört zu den Pionieren dieses Feldes. Mit dem Ausbau der eigenen Roboterproduktion sichert sich das Unternehmen nach eigener Darstellung Know-how und Kontrolle über zentrale Technologiebausteine.
Ob sich die Investitionen in Indiana und Texas wie geplant auszahlen, wird sich erst nach der geplanten Eröffnung im Jahr 2028 zeigen. Klar ist: Amazon setzt auf einen langen Horizont und verstärkt seine Position im Bereich der Lager- und Logistikrobotik weiter. Der Hinweis auf das KI-erstellte und redaktionell geprüfte Ursprungsmaterial unterstreicht, dass es sich um eine auf Unternehmensangaben gestützte Meldung handelt.
