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Amazon-Aktie: Fünf starke Gründe für einen Kauf jetzt

Berkshire Hathaway hat Amazon verkauft – doch für Privatanleger liefert die Aktie gleich fünf überzeugende Kaufargumente.

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Amazon-Aktie: Fünf starke Gründe für einen Kauf jetzt

Greg Abel, designierter Nachfolger von Warren Buffett an der Spitze von Berkshire Hathaway, hat die Amazon-Aktien des Konglomerats abgestoßen. Doch was für eine Holdinggesellschaft mit einem Aktienportfolio im Wert von 330 Milliarden US-Dollar sinnvoll ist, muss für Privatanleger nicht gelten. Tatsächlich sprechen gleich fünf gewichtige Argumente dafür, Amazon (AMZN) heute zu kaufen.

Berkshire Hathaway hatte Amazon-Aktien im dritten Quartal 2019 erworben – eine damals überraschende Wahl, da Technologieaktien nicht zum klassischen Buffett-Stil gehören. Warren Buffett selbst räumte ein, die Aktie hätte er schon früher kaufen sollen. Vom Kaufzeitpunkt bis zum Verkauf im ersten Quartal 2026 legte die Aktie um 131 Prozent zu. Der Verkauf durch Berkshire ist jedoch kein Warnsignal für Privatanleger: Als Holdinggesellschaft mit 200 eigenständigen Unternehmen und einem bedeutenden Versicherungsgeschäft verfolgt Berkshire völlig andere Ziele als ein individuelles Altersvorsorge-Portfolio.

Amazons KI-Offensive: Wachstum in schwindelerregendem Tempo

Der erste und vielleicht wichtigste Kaufgrund ist Amazons Positionierung im Bereich der künstlichen Intelligenz. Als Technologiegigant verfügt das Unternehmen bereits über jahrelange Erfahrung in KI, Datenanalyse und maschinellem Lernen aus seinem E-Commerce-Geschäft. Als generative KI im Jahr 2022 den Durchbruch schaffte, war Amazon bestens aufgestellt, um diese Chance zu nutzen.

Konkrete Zahlen belegen das rasante Wachstum: Das agentenbasierte KI-Entwicklungstool Kiro verzeichnete im ersten Quartal eine Verzehnfachung der Nutzung durch Unternehmenskunden. Der Dienst Bedrock, mit dem Kunden eigene KI-Anwendungen entwickeln können, wird bereits von 80 Prozent der Fortune-100-Unternehmen genutzt. Diese Durchdringung der größten Konzerne der Welt ist ein starkes Signal für die Qualität und Akzeptanz von Amazons KI-Angeboten.

KI-Chips als eigenständiges Milliarden-Geschäft

Ein zweiter Kaufgrund ist Amazons wachsendes Halbleitergeschäft. Der Umsatz mit KI-Chips stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 40 Prozent. Hochgerechnet auf ein Jahr käme dieses Segment auf eine Run-Rate von 50 Milliarden US-Dollar – und wäre damit eines der größten Chip-Unternehmen seiner Art, wenn es eigenständig operieren würde.

Amazon bietet dabei zwei relevante Chip-Serien an: Die Trainium-Chips punkten mit wettbewerbsfähigen Kosteneinsparungen gegenüber Konkurrenzprodukten, und das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert sich kontinuierlich. Trainium4 befindet sich bereits in der Entwicklung – und alle Phasen sind bereits ausverkauft. Daneben bietet Amazon die Graviton-Serie von CPUs an, die für agentenbasierte KI-Workloads besonders gefragt sind und hohe Leistung zu einem Bruchteil der Preise der Wettbewerber liefern.

Cloud-Wachstum beschleunigt sich

Der dritte Kaufgrund ist das Cloud-Geschäft von Amazon Web Services (AWS). Amazon gründete AWS bereits im Jahr 2006 und ist heute das größte Cloud-Unternehmen der Welt. CEO Andy Jassy hatte schon früh darauf hingewiesen, dass 85 bis 90 Prozent der Unternehmensausgaben noch immer lokal – also „on-premises" – und nicht in der Cloud getätigt werden, dass aber eine Verschiebung bevorstehe.

Diese Verschiebung findet nun statt. Das Umsatzwachstum von AWS beschleunigte sich im ersten Quartal spürbar. Als weltweiter Marktführer im Cloud-Bereich ist Amazon in einer einzigartigen Position, um von dieser strukturellen Verlagerung zu profitieren. Das Cloud-Geschäft ist dabei nicht nur mit dem KI-Boom verknüpft, sondern stellt ein vollständiges, eigenständiges Geschäftsfeld mit eigener Dynamik dar.

Für Privatanleger, die ein auf die Altersvorsorge ausgerichtetes Portfolio aufbauen, bietet Amazon damit eine seltene Kombination: ein etabliertes E-Commerce-Fundament, ein dominantes Cloud-Geschäft, eine starke KI-Positionierung und ein aufstrebendes Halbleitersegment – alles unter einem Dach. Der Verkauf durch Berkshire Hathaway sagt mehr über die spezifischen Bedürfnisse einer Holdinggesellschaft aus als über die Qualität der Amazon-Aktie selbst.

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