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Altria übertrifft Gewinnprognose 2026 trotz Rückschlägen bei E-Zigaretten

Marlboro-Hersteller setzt auf Preiserhöhungen, während NJOY-Importstopp und Konkurrenz belasten

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Altria übertrifft Gewinnprognose 2026 trotz Rückschlägen bei E-Zigaretten

Der US-Tabakkonzern Altria Group hat für das Geschäftsjahr 2026 eine Gewinnprognose vorgelegt, die über den Erwartungen der Analysten liegt. Das Unternehmen rechnet mit einem bereinigten Gewinn von 5,56 bis 5,72 US-Dollar pro Aktie. Der Mittelwert dieser Spanne übertrifft die durchschnittliche Analystenschätzung von 5,58 US-Dollar je Aktie.

Die positive Prognose verdankt Altria vor allem Preiserhöhungen bei seinen Zigaretten und oralen Tabakprodukten. Trotz der optimistischen Aussichten reagierte die Börse zunächst verhalten: Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel um etwa 2 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 hatte das Papier bereits rund 10 Prozent an Wert verloren.

Schwieriger Übergang zu Raucheralternativen

Wie die gesamte Tabakindustrie setzt auch Altria verstärkt auf alternative Nikotinprodukte wie E-Zigaretten und Nikotinbeutel. Der Grund: Gesundheitliche Bedenken lassen den traditionellen Zigarettenkonsum kontinuierlich schrumpfen. Doch der Strategiewechsel verläuft holprig.

Ein herber Rückschlag war der Importstopp für die E-Zigaretten-Marke NJOY aufgrund eines Patentstreits. Altria geht davon aus, dass NJOY auch 2026 nicht auf den US-Markt zurückkehren wird. Zudem kämpft die Nikotinbeutel-Marke On! mit wachsender Konkurrenz durch Rivalen wie Velo von British American Tobacco.

Kerngeschäft unter Druck

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 verdeutlichen die Herausforderungen: Der Umsatz mit rauchbaren Produkten sank um 2,7 Prozent, während das Versandvolumen für Zigaretten um 7,9 Prozent zurückging. Der bereinigte Quartalsgewinn von 1,30 US-Dollar pro Aktie verfehlte knapp die Analystenschätzung von 1,32 US-Dollar.

Der boomende Markt für unregulierte E-Zigaretten in den USA setzt sowohl die traditionellen Zigaretten als auch die regulierten E-Zigaretten-Produkte von Altria unter Druck. Das Unternehmen erwartet allerdings nur begrenzte Auswirkungen von Regulierungsbemühungen gegen diese illegalen Produkte.

Führungswechsel an der Spitze

Preiserhöhungen bleiben für Altria das wichtigste Instrument zur Margensicherung, solange der Umsatz mit neueren Produktkategorien hinter den Erwartungen zurückbleibt. Im Mai steht zudem ein Führungswechsel an: CEO Billy Gifford tritt nach mehr als fünf Jahren an der Spitze des in Richmond, Virginia, ansässigen Konzerns in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzchef Salvatore Mancuso.

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