Allianz startet 2,5-Milliarden-Aktienrückkauf – größter seit 2017
Der Münchner Versicherungsriese kehrt mit seinem bislang größten Rückkaufprogramm seit acht Jahren zurück.

Die Allianz SE setzt ein starkes Signal an ihre Aktionäre: Der DAX-Konzern aus München kündigt ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro an. Gestartet wird das Programm im März, abgeschlossen spätestens Ende des Jahres. Es ist damit das größte Einzelprogramm seit 2017, als der Versicherer beim allerersten Rückkauf seiner Geschichte sogar 3,0 Milliarden Euro in eigene Aktien investierte.
Zum Vergleich: Im Jahr 2024 kaufte die Allianz in zwei Tranchen ebenfalls Aktien für insgesamt 2,5 Milliarden Euro zurück, 2023 waren es zwei Milliarden Euro. Seit dem Start der Rückkaufprogramme im Jahr 2017 hat der Konzern damit insgesamt 16 Milliarden Euro an überschüssigem Kapital an seine Aktionäre zurückgegeben – eine beeindruckende Bilanz für Langzeitinvestoren.
Starke Gewinnerwartungen stützen das Programm
Das neue Rückkaufprogramm kommt nicht von ungefähr. Am Donnerstag legt die Allianz ihre Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Der Konzern selbst hatte im Herbst einen operativen Gewinn zwischen 17,0 und 17,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt – nach 16 Milliarden Euro im Vorjahr. Analysten rechnen im Schnitt mit rund 17,4 Milliarden Euro und liegen damit nahe an der oberen Spanne der Konzernprognose.
Für Dividendeninvestoren dürfte besonders interessant sein, was die Experten für die Ausschüttung erwarten. Der Konsens der Analysten liegt bei 17,10 Euro je Aktie – ein deutliches Plus gegenüber den 15,40 Euro, die im Vorjahr ausgezahlt wurden. Damit würde die Dividende um rund elf Prozent steigen, was die Allianz-Aktie für einkommensorientierte Anleger noch attraktiver macht.
Kapitalrückgabe als Strategie
Die Kombination aus Aktienrückkäufen und einer wachsenden Dividende unterstreicht die Kapitalstärke des Versicherers. Aktienrückkäufe reduzieren die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien und steigern so den Gewinn je Aktie – ein Mechanismus, der langfristig den Aktienkurs stützen kann. Für Privatanleger bedeutet das: Auch wer keine Dividende bevorzugt, profitiert indirekt von der Kapitalrückgabe über steigende Kurspotenziale.
