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Aktien der Woche: Intel, Texas Instruments, ServiceNow und Meta im Fokus

Quartalsergebnisse dominieren die Börsenwoche: Starke Kursgewinne bei Intel und Texas Instruments, herbe Verluste bei ServiceNow und IBM.

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Aktien der Woche: Intel, Texas Instruments, ServiceNow und Meta im Fokus

Der S&P 500 und der Nasdaq steuern auf einen Wochengewinn zu. Eine dreiwöchige Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sowie Berichte über eine Reise des iranischen Außenministers zu Gesprächen nach Pakistan sorgten für eine gewisse Entlastung angesichts der geopolitischen Unsicherheit. Dennoch bleibt die Stimmung fragil: Ein Rücksetzer am Donnerstag – ausgelöst durch einen Ausverkauf im Softwaresektor und einen erneuten Anstieg der Ölpreise – verdeutlichte, wie anfällig die Märkte derzeit sind.

Die Berichtssaison für das erste Quartal 2026 lieferte in dieser Woche die entscheidenden Impulse. Während Halbleiterwerte wie Intel und Texas Instruments mit starken Zahlen überzeugten, belasteten enttäuschende Signale aus dem Softwarebereich die Stimmung erheblich. Für Anleger war es eine Woche voller Kontraste.

Intel mit spektakulärem Kurssprung

Die Aktien von Intel schossen am Freitag um rund 21,9% in die Höhe – einer der größten Tagesgewinne des Unternehmens seit Jahren. Auslöser waren Quartalsergebnisse, die die Konsensschätzungen der Analysten deutlich übertrafen. Der Umsatz im ersten Quartal belief sich auf 13,6 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 12,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Analystenschätzungen lagen bei lediglich 12,41 Milliarden US-Dollar.

Das Wachstum wurde maßgeblich durch die Bereiche Rechenzentren und Künstliche Intelligenz (KI) angetrieben. Im Anschluss an den Bericht stufte das Analysehaus Roth/MKM Intel von „Neutral" auf „Buy" hoch. Analyst Suji Desilva begründete das Upgrade mit der verbesserten operativen Umsetzung unter CEO Lip Bu Tan: „Wir sind beeindruckt von der verbesserten operativen Umsetzung unter CEO Lip Bu Tan, der Veränderungen bei INTC vorangetrieben hat, um besser am schnellen Wachstum der KI-Infrastruktur teilzuhaben. Er hat die Effizienz in der Fertigung und die CPU-Produkte zügig verbessert, um vom Rückenwind durch agentische KI zu profitieren."

Desilva ergänzte: „INTC meldete stärker als erwartet ausgefallene Ergebnisse für das erste Quartal 2026 und gab einen Ausblick auf weiteres Wachstum ab diesem Niveau. Die Nachfrage aus Rechenzentren trieb das Aufwärtspotenzial durch fortschrittliche KI-Strukturen, die eine höhere CPU-Anzahl erfordern."

Texas Instruments überzeugt ebenfalls

Auch Texas Instruments begeisterte Anleger mit seinen Quartalszahlen. Die Aktie stieg am Donnerstag um 19,4% und legte in der Gesamtwoche um beeindruckende 21,8% zu. Das Unternehmen übertraf die Konsenserwartungen, woraufhin Wolfe Research den Titel als eine ihrer „bevorzugten Analog-Ideen" bezeichnete. Die Analysten behielten ihre Einstufung „Outperform" bei und hoben das Kursziel von 260 auf 315 US-Dollar an.

ServiceNow und IBM belasten den Softwaresektor

Auf der Verliererseite stand in dieser Woche vor allem ServiceNow. Die Aktien des Softwareunternehmens brachen am Donnerstag um fast 18% ein und lagen auf Wochensicht mehr als 11% im Minus. Obwohl das Unternehmen die Wall-Street-Schätzungen leicht übertraf, warnte es, dass der Konflikt im Nahen Osten zu einem „Gegenwind" für die quartalsweisen Abonnementeinnahmen geführt habe. Die Ergebnisse lösten einen breiten Rückgang im Softwaresektor aus.

Die Analysten von Truist werteten die Reaktion als Warnsignal für die gesamte Branche: „Angesichts der verstärkten Beobachtung von Softwareanbietern, während Frontier-Labs ihre Unternehmensumsätze steigern, werden die Strafen für Fehltritte strenger."

Auch IBM belastete den Sektor. Trotz übertroffenem Umsatz und Gewinn behielt das Unternehmen seine Jahresprognose bei und meldete eine Verlangsamung des Umsatzwachstums. Besonders das Softwaresegment – darunter die Cloud-Sparte Red Hat – enttäuschte. Die IBM-Aktie fiel am Donnerstag um 8,3% und verlor auf Wochensicht mehr als 10%.

Meta kündigt Stellenabbau an

Die Meta-Aktie gab den Großteil der Woche nach, bevor sie am Freitag um rund 2,4% zulegte. Am Donnerstag kündigte der Konzern im Rahmen einer Effizienzoffensive den Abbau von 10% seiner Belegschaft an – das entspricht rund 8.000 Mitarbeitern. Die Entlassungen sollen Berichten zufolge am 20. Mai in Kraft treten.

Oppenheimer-Analyst Jason Helfstein bekräftigte nach den Neuigkeiten seine Einstufung „Perform" für Meta und blieb vorsichtig: „Wir bleiben vorsichtig gegenüber der META-Aktie im Vorfeld der Ergebnisse für das erste Quartal. Trotz eines robusten Umsatzausblicks werden höhere Rechenkosten das Gewinnpotenzial begrenzen, selbst bei einem Personalabbau." Helfstein wies zudem darauf hin, dass Anleger bereits ein Umsatzwachstum von nahezu 30% einpreisen – was mögliche negative Kommentare zu schwierigen Vergleichswerten im zweiten Halbjahr 2025 besonders empfindlich machen würde.

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