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Aixtron springt 15 Prozent: Prognoseerhöhung begeistert Anleger

Der Chipausrüster Aixtron hebt seine Umsatzprognose für 2026 an und führt damit MDAX und TecDAX an.

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Aixtron springt 15 Prozent: Prognoseerhöhung begeistert Anleger

Der Chipausrüster Aixtron sorgt für die Erfolgsstory des Tages. Nach einer Prognoseerhöhung am späten Vorabend schießt die Aktie des Herzogenrather Unternehmens um rund 15 Prozent nach oben und führt damit sowohl den MDAX als auch den TecDAX an — in beiden Indizes ist das Papier gelistet. Selbst das weiterhin marktbeherrschende Thema Iran-Krieg tritt angesichts dieser Meldung kurzzeitig in den Hintergrund.

Konkret hat das Aixtron-Management seine Umsatzerwartung für das Jahr 2026 deutlich nach oben korrigiert. Statt der bisher anvisierten Spanne plant das Unternehmen nun mit Erlösen zwischen 530 und 590 Millionen Euro — jeweils 40 Millionen Euro mehr als zuvor. Auch die operative Marge (Ebit-Marge) wurde angehoben: Sie soll nun bei 17 bis 20 Prozent liegen, nach bislang prognostizierten 16 bis 19 Prozent.

Schwaches Quartalsergebnis bleibt im Schatten der Prognose

Die veröffentlichten Eckdaten zum ersten Quartal fielen allerdings hinter den Analystenerwartungen zurück. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem einen Einmalaufwand im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich im Zusammenhang mit einer Personalmaßnahme. Doch dieser Wermutstropfen trübte die Stimmung kaum.

Citigroup-Analyst Andrew Gardiner hatte bereits im Vorfeld erwartet, dass der starke Auftragseingang in der Optoelektronik und der angehobene Umsatzausblick die schwache Jahresauftaktentwicklung überlagern würden. Auch JPMorgan-Analyst Craig McDowell hatte mit einer positiven Kursreaktion gerechnet — beide Einschätzungen erwiesen sich als zutreffend.

Treiber der besseren Aussichten ist laut Unternehmensangaben eine stärker als erwartet ausgefallene Nachfrage nach Anlagen für die Optoelektronik. Dieser Bereich verbindet Elektronik mit Licht und findet breite Anwendung in der Halbleiterindustrie — etwa bei LED-Bildschirmen, Glasfasertechnologie oder Kamerasensoren. Ein Smartphone-Display etwa nutzt optoelektronische Bauteile, um elektrische Signale in sichtbares Licht umzuwandeln.

Tech-Branche meldet sich zurück — europäische Nische mit Potenzial

Mit dem Aixtron-Bericht rückt die zuletzt etwas in den Hintergrund getretene Tech-Branche wieder ins Rampenlicht. Anders als in den USA, wo milliardenschwere Tech-Konzerne die Märkte dominieren, sind es in Deutschland und Europa vor allem mittelgroße Spezialisten wie Aixtron oder der niederländische Chipausrüster ASML — der größte europäische Tech-Wert — die als Ausrüster und Zulieferer der Halbleiterindustrie agieren.

Die Branche profitiert gleich von mehreren Wachstumstreibern: dem Streben nach technologischer Unabhängigkeit, der zunehmenden Integration von KI-Anwendungen sowie dem Boom in der Verteidigungs- und Klimatechnologie. Neue Rechenzentren entstehen weltweit, da KI-Anwendungen einen enormen Strombedarf haben.

An den US-Börsen hatten zuletzt jedoch Zweifel zugenommen, ob sich die gigantischen Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich — etwa in Rechenzentren — tatsächlich rentieren werden. Der scheinbar unaufhaltsame KI-Boom hat eine Pause eingelegt, die Kursnotierungen haben sich beruhigt. So reagierten Anleger im März selbst auf überzeugende Zahlen des KI-Schwergewichts Nvidia eher verhalten.

DAX hält sich über 24.000 Punkten

Im Tagesgeschäft behauptet der DAX am Nachmittag seine Vortagsgewinne und notiert weiterhin über der Marke von 24.000 Punkten. Getragen wird der Markt von der Hoffnung auf neue Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA. US-Präsident Trump hatte erklärt, der Krieg sei „fast vorüber" — eine Aussage, die an den Märkten für Erleichterung sorgt.

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