Adidas peilt 2026 operativen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro an
Der Sportartikelkonzern legt ambitionierte Mittelfristziele vor und erhöht die Dividende deutlich.

Adidas hat ehrgeizige Finanzziele für die kommenden Jahre bekanntgegeben. Der DAX-Konzern erwartet für 2026 einen operativen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro – ein deutlicher Sprung gegenüber dem 2025er-Ergebnis von 2,06 Milliarden Euro. Gleichzeitig sollen die währungsbereinigten Umsätze im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen und den Gesamtumsatz um weitere rund 2 Milliarden Euro steigern.
Besonders starkes Wachstum erwartet Adidas in zwei Schlüsselmärkten: Sowohl für Nordamerika als auch für Greater China prognostiziert der Konzern ein Plus im niedrigen zweistelligen Bereich. Diese Regionen gelten als zentrale Wachstumstreiber für den Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach, der zuletzt vor allem in China eine deutliche Erholung verzeichnete.
Mittelfriststrategie bis 2028
Der Ausblick reicht weit über 2026 hinaus. Für die Jahre 2027 und 2028 rechnet Adidas ebenfalls mit währungsbereinigtem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Das operative Ergebnis soll über den gesamten Dreijahreszeitraum von 2026 bis 2028 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate im mittleren Zehnerbereich zulegen – ein klares Signal an Investoren, dass der Konzern seinen Erholungskurs konsequent fortsetzen will.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 meldete Adidas einen Umsatz von 24,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf 2,06 Milliarden Euro. Damit festigt der Konzern seinen Ruf als einer der profitabelsten Sportartikelkonzerne weltweit.
Dividendenerhöhung und Führungswechsel im Aufsichtsrat
Aktionäre können sich über eine kräftige Ausschüttungserhöhung freuen: Das Management schlägt für 2025 eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie vor – ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das unterstreicht das gestiegene Vertrauen des Vorstands in die nachhaltige Ertragskraft des Unternehmens.
Personell gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Adidas schlägt Nassef Sawiris als neuen Aufsichtsratsvorsitzenden vor. Der ägyptisch-britische Milliardär und Großaktionär ist bereits seit Längerem mit dem Konzern verbunden. Zudem wurde der Vertrag von CEO Bjørn Gulden vorzeitig bis 2030 verlängert – ein klares Bekenntnis zur Kontinuität an der Unternehmensspitze.
