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Abkühlung im EU-Automarkt

Rabattschlachten und geopolitische Spannungen prägen die Prognosen

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Abkühlung im EU-Automarkt

Der Automarkt in der Europäischen Union hat im September 2023 an Schwung verloren. Während die Zahl der Neuzulassungen zwar stieg, zeigten die Zahlen, dass der Markt nicht so stark gewachsen ist wie in den Vormonaten. Insgesamt 861.062 neue Pkw wurden zugelassen, ein Zuwachs von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen wurden vom europäischen Branchenverband Acea veröffentlicht.

Interessant ist, dass trotz dieser Zuwächse das Vor-Corona-Niveau in der Automobilbranche noch nicht erreicht wurde. Seit Beginn des Jahres verzeichneten die Neuzulassungen einen Anstieg von 16,9 Prozent auf insgesamt acht Millionen Fahrzeuge. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Jahres 2019 waren es zehn Millionen Fahrzeuge. Es ist beachtenswert, dass sich der Automarkt in fast allen EU-Ländern erholte. Italien verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres ein beeindruckendes Wachstum von 20,5 Prozent. Dies wurde gefolgt von Spanien, Frankreich und Deutschland mit Zuwächsen von 18,5 Prozent, 15,9 Prozent bzw. 14,5 Prozent.

In Bezug auf die Antriebsarten der verkauften Neuwagen war festzustellen, dass Benzinmotoren nach wie vor die bevorzugte Wahl sind. Etwa ein Drittel aller verkauften Neuwagen waren Benziner. Hybridfahrzeuge, die sowohl einen Benzinmotor als auch einen Elektromotor haben, machten gut ein Fünftel aller verkauften Autos aus. Elektroautos, obwohl in den letzten Jahren immer beliebter, folgten mit einem Marktanteil von 14,8 Prozent.

Die Verlangsamung des Wachstums im September wurde vor allem durch die schwache Performance des deutschen Marktes verursacht, der als größter Automarkt innerhalb der EU gilt. In Deutschland sanken die Neuzulassungen im September um 0,1 Prozent. Dies wurde hauptsächlich durch eine Reduzierung der staatlichen Förderungen für Elektroautos beeinflusst, die zu einem starken Anstieg der Elektro-Neuzulassungen im August geführt hatte.

Experten sind der Meinung, dass staatliche Förderungen einen großen Einfluss auf den Automarkt haben. In Ländern mit hohen Subventionen tendieren die Verbraucher dazu, mehr Autos zu kaufen. Für die kommenden Monate wird ein Rückgang der Elektro-Verkäufe in Deutschland erwartet, der sich auf den gesamten EU-Markt auswirken könnte.

Die Aussichten für 2024 sind aufgrund verschiedener Faktoren nicht besonders rosig. Dazu gehören die aktuelle wirtschaftliche Situation, sinkende Kaufkraft angesichts steigender Neuwagenpreise, höhere Zinsen und geopolitische Spannungen. Es besteht die Gefahr, dass mehr Autos produziert werden als tatsächlich verkauft werden können. Einige Automobilhersteller haben bereits mit speziellen Finanzierungsangeboten und Aktionen begonnen, um den Absatz anzukurbeln. Es wird erwartet, dass dies nur der Beginn einer großen Rabattschlacht in den kommenden Monaten sein wird, von der auch Elektro- und Hybridautos nicht ausgenommen sein werden.

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