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Aaron Lukas soll Gabbard als US-Geheimdienstchef ablösen

Trump nominiert Ex-CIA-Offizier Aaron Lukas als neuen Director of National Intelligence – mit scharfer Kritik an „Wokeness" in Geheimdiensten.

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Aaron Lukas soll Gabbard als US-Geheimdienstchef ablösen

Präsident Donald Trump hat am Freitag in einem Beitrag in den sozialen Medien bekanntgegeben, dass Aaron Lukas das Amt des nationalen Geheimdienstdirektors (Director of National Intelligence) kommissarisch übernehmen wird. Lukas, ein ehemaliger CIA-Offizier, soll damit Tulsi Gabbard als Geheimdienstchef ablösen. Trump bezeichnete ihn dabei als „hoch angesehen".

Die Personalie sorgt für Aufmerksamkeit, weil Lukas offenbar einige der zentralen Überzeugungen des US-Präsidenten teilt. Dazu zählt insbesondere die Ansicht, dass die amerikanischen Geheimdienste von sogenannter „Wokeness" durchsetzt seien – ein Begriff, der im politischen Diskurs der USA für eine als übertrieben wahrgenommene Sensibilität gegenüber Diversitäts- und Gleichstellungsthemen steht.

Kritik an DEI-Kultur und Russland-Vorwürfen

Lukas teilt laut Berichten zudem die Überzeugung Trumps, dass die Vorwürfe über eine russische Einflussnahme auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 ein Schwindel seien. Diese Haltung war und ist politisch hochumstritten: Amerikanische Geheimdienste hatten damals offiziell eine russische Einmischung festgestellt, was zu langwierigen Untersuchungen und dem sogenannten Mueller-Report führte.

Die Kritik an der sogenannten DEI-Kultur – kurz für Diversity, Equity and Inclusion – ist ein wiederkehrendes Thema in der Trump-Administration. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus wurden zahlreiche DEI-Programme in Bundesbehörden zurückgefahren oder ganz abgeschafft. Die Geheimdienste stehen dabei besonders im Fokus, da Kritiker wie Trump argumentieren, dass Leistungsprinzipien durch politisch motivierte Einstellungspraktiken untergraben würden.

Nachfolge von Tulsi Gabbard

Tulsi Gabbard hatte das Amt der nationalen Geheimdienstdirektorin unter Trump inne und war selbst eine kontroverse Wahl gewesen. Die ehemalige demokratische Kongressabgeordnete und spätere Parteiaussteigerin hatte mit ihrer Ernennung für Debatten gesorgt. Nun übernimmt mit Aaron Lukas ein Mann das Amt kommissarisch, der aus den Reihen der CIA stammt und ideologisch eng mit der Trump-Administration ausgerichtet zu sein scheint.

Der Director of National Intelligence ist eine der wichtigsten Positionen im amerikanischen Sicherheitsapparat. Das Amt koordiniert die Arbeit von 18 verschiedenen Geheimdiensten der USA und dient als wichtigste Schnittstelle zwischen den Nachrichtendiensten und dem Präsidenten. Für deutsche Beobachter ist die Entwicklung relevant, da die transatlantische Geheimdienstkooperation – etwa im Rahmen der sogenannten „Five Eyes"-Allianz oder der NATO – maßgeblich von der Ausrichtung dieser Behörde abhängt.

Die Nominierung von Lukas unterstreicht einmal mehr den Kurs der Trump-Administration, Schlüsselpositionen im Sicherheitsbereich mit Personen zu besetzen, die die politische Weltanschauung des Präsidenten teilen. Ob und wann eine formelle Bestätigung durch den US-Senat erfolgt, war zunächst nicht bekannt.

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