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401(k)-Beiträge mit Ehepartner abstimmen: So sparen Paare mehr

Wer mit dem Partner offen über Altersvorsorge spricht, kann die gemeinsamen Ersparnisse im 401(k)-Plan deutlich maximieren.

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401(k)-Beiträge mit Ehepartner abstimmen: So sparen Paare mehr

Über Geld zu reden fällt vielen Paaren schwer – doch gerade bei der Altersvorsorge kann offene Kommunikation einen erheblichen finanziellen Unterschied machen. Das zeigt eine aktuelle Kurzanalyse, die vom Center for Retirement Research am Boston College veröffentlicht wurde. Die Autoren Taha Choukhmane und Cormac O'Dea kommen darin zu dem Schluss: Wer die 401(k)-Beiträge im Haushalt gemeinsam plant und aufeinander abstimmt, kann Tausende US-Dollar an zusätzlichem Altersvorsorgevermögen freisetzen.

Der 401(k)-Plan ist das in den USA am weitesten verbreitete betriebliche Altersvorsorgemodell. Arbeitnehmer zahlen dabei einen Teil ihres Gehalts steuerbegünstigt in einen persönlichen Vorsorgeaccount ein – häufig ergänzt durch Arbeitgeberbeiträge. Für deutsche Leser lässt sich das Prinzip am ehesten mit der betrieblichen Altersvorsorge oder einem Riester-Sparplan vergleichen, wobei der 401(k) in den USA eine deutlich zentralere Rolle in der privaten Altersabsicherung spielt.

Kommunikation als Schlüssel zur Altersvorsorge

Das Kernproblem, das die Studie adressiert, ist simpel: Viele Paare treffen ihre Entscheidungen über Vorsorgebeiträge unabhängig voneinander, ohne die Gesamtsituation des Haushalts im Blick zu haben. Dabei können unterschiedliche Einkommensniveaus, verschiedene Arbeitgeberzuschüsse und steuerliche Aspekte dazu führen, dass Potenzial verschenkt wird. Wer hingegen die Beiträge beider Partner koordiniert, kann das verfügbare Budget gezielter einsetzen.

Die Analyse erinnert daran, dass finanzielle Partnerschaft mehr bedeutet als ein gemeinsames Konto. Es geht darum, strategisch zu denken: Welcher Partner profitiert stärker von einem höheren Beitrag? Wo gibt es Arbeitgeberzuschüsse, die noch nicht vollständig ausgeschöpft werden? Solche Fragen lassen sich nur gemeinsam beantworten.

Was das für Paare in der Praxis bedeutet

Die Botschaft der Forscher richtet sich an alle Haushalte, in denen beide Partner erwerbstätig sind und Zugang zu einem betrieblichen Altersvorsorgeplan haben. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Unsicherheit über staatliche Rentensysteme gewinnt die private Vorsorge an Bedeutung – nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland.

Auch hierzulande stehen Paare vor ähnlichen Herausforderungen: Wer zahlt wie viel in die gesetzliche Rentenversicherung ein? Wie werden betriebliche Vorsorgeprodukte optimal genutzt? Und wie lässt sich das Haushaltseinkommen so aufteilen, dass beide Partner im Alter abgesichert sind? Die Erkenntnisse aus der amerikanischen Forschung lassen sich zumindest als Denkanstoß auf deutsche Verhältnisse übertragen.

Die Studie von Choukhmane und O'Dea liefert damit einen wichtigen Impuls: Altersvorsorge ist keine rein individuelle Angelegenheit – zumindest nicht für Paare. Wer das Gespräch sucht und die eigene Vorsorgestrategie mit dem Partner abstimmt, legt den Grundstein für eine finanziell sicherere Zukunft.

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